Seit vier Wochen das Gefühl in der Matrix zu leben und darauf zu warten aus diesem Albtraum zu erwachen, der alles bietet was Verfolgungswahn auslösen kann und doch nur die Sinne schärft und mir bewusst macht wie wenig bewusst und wie viel vom Tag automatisch abläuft ohne wirklich ins Bewusstsein zu dringen.
Doch zu wissen, das kann es nicht sein, was hier Leben genannt wird. Jegliches Selbstmitleid vergessen über dem Rollstuhlfahrer mit verbundener Hand in einem schäbigen leeren Spielautomatensalon in einer dunklen Strasse der Vorstadt.
Ich denke immer noch an Schulte, wie er noch drei Tage vor seinem Tod in sein Postfach guckte und ihn die Arbeit mehr interessierte als sein Krebs und die bevorstehende Operation.
Was ihm in dem Moment als er die Hand hob und er nach seiner Post griff, auffiel. Aber mitnehmen tat er sie dann trotzdem.
"Unerwünscht" klingt so selbstmitleidig. Dabei bin ich froh wenn die Scheisse herum ist. Und falls ihr wieder mit dabei seid, ich lasse niemand im Stich. Kümmert euch einfach um euren eigenen Dreck.
Was nehme ich mit aus dem ganzen Zinnober? Du sollst lügen, lügen, lügen und nochmal lügen. Nur nicht das wahre Gesicht zeigen. Dich nie entschuldigen und den Deutschen aus dem Weg gehen, jedenfalls den meisten und vor allen denen, die sich für die besseren Menschen halten.
Mir ist, wenn ich das recht bedenke, Merkel, Glos und Stoiber sogar am Arsch lieber als die Bagage, die von sich glaubt, sie seien anständiger als andere. Ist wie bei Schily.
Merkwürdig. In wenigen Wochen würde ich tot sein und es berührte mich kaum. Ob es sie befriedigen würde, mich tot zu wissen?
Würden sie erleichtert sein? Warum ist mein Leben eine Endlosschleife? Überall wo ich auftauche gibt es über kurz oder lang Terror. Was hindert mich, die paar Sachen zu tun, die zu tun sind, was blockiert mich so unendlich. Eigentlich ist es keine Frage, ich weiss bloss keine Antwort.
Fast einen halben Liter Blut gespuckt heute. Es wird langsam eng, die Dinge die geregelt werden wollen, bekomme ich noch geregelt. Mal ganz davon abgesehen, dass es so oder so auf jeden Fall ins ersehnte Land geht.
Wixen macht schlechte Laune. Sozusagen postkoitale Disharmonie mit sich selbst und mit einem Dildo gewöhnt frau sich an schlechten Sex. Schnell, leblos, lieblos.
Manchmal könnte ich über die Blödheit von gelangweilten Weibsen nur lachen.
Nun wusste ich endlich was es immer so unwiderstehlich gemacht hatte. Ich finde es hat sich rentiert, aber schön ist etwas anderes. Ich hätte mir das gerne erspart.
Sie rief den Kleinen und irgendwann war es ihm zum Reflex geworden, wobei er diese Situationen sein ganzes Leben lang mied. Das Bild dieser Frau, die den Kleinen rief und er kam.
Liest man einen Tag später diese Momentaufnahmen schlechter Laune nach, so verlangt eine Instanz in mir dringend, das anders zu lösen, und zwar befriedigender.
Das Gefühl unwichtig zu sein ein sehr entlastendes. Nimmt viele eingebildete Verpflichtungen von den Schultern.
Wieviele dumme Arschlöcher es wirklich gibt, kann man besonders hübsch am Marktanteil ablesen, den Windows-PC auf dieser Welt einnehmen.
Falls ich die Wende schaffe, werde ich alle moralischen und ethischen Bedenken über Bord werfen und der Menschheit das antun, nach was es ihr gelüstet - beschissen und verarscht zu werden. Für mich selbst kann das nur Vorteile bringen.
Die zerbrochene Frau hielt ich bereits kurz nachdem sie sich an mich wandte, für so unsagbar dämlich, irgendwo auf dem Stand einer völlig verzogenen Sechsjährigen verharrend, dass ich mich wirklich nicht traute, ihr das zu sagen. Naja, korrekt ist vielmehr ich versprach mir Vorteile von ihr, daher liess ich sie im Ungewissen, ganz zu schweigen davon, dass es ja allgemein als ziemlich unhöflich gilt. Soviel abgrundtiefer Blödheit bei einer immerhin studierten Frau zu sehen ist ausserdem erstmal ziemlich verwirrend.
Obwohl ich es eigentlich besser hätte wissen sollen. Vom Papa verhätschelt aufwachsen ist anscheinend stets ein Garant für - vornehm ausgedrückt - schier grenzenlose Naivität, leider keine symphatische, was einen naiven Menschen oft auszeichnet, da in diesem Fall einhergehend mit einem kaum zu ertragenden Dünkel, was die eigene Person anlangte.
Glauben hirnrissige Emanzen wirklich, sie könnten die Welt einen Deut verändern, wenn sie versuchen, andere zu ändern anstatt sich selbst?
Sie unterliegen dem gleichen Irrtum, wie ihre wirklichen Feinde. Jeder führt seinen eigenen aussichtslosen Krieg.
Kaum etwas verwirrt mehr als sich im anderen zu erkennen, wenn man sich seiner selbst kaum bewusst ist.
Spiegelbildliches Verhalten löst da mit Sicherheit erst noch heftige Verwirrung hervor. Was zu erreichen war.
Sich auf von anderen vorgewärmte Klobrillen setzen ist auch nicht jedermanns und jederfrau Sache.
Nun ist es wieder einmal so weit. Der Gedanke das aussichtslose Spiel zu beenden, die Welt zu wechseln ist bereits vor dem Aufwachen da und die Idee mir in der Badewanne die Pulsadern aufzuschneiden nimmt Formen an. Dass es klappt ist mir diesmal ein Bedürfnis, der Anlass keinesfalls so läppisch wie noch vor Jahren.
Im Gegenteil, es gibt mehrere sehr gewichtige Umstände, es sinnvoll erscheinen lassen, diesen Weg zu gehen. Ich muss nicht unter allen Umständen weiterleben.
Doch noch ist Zeit - auch um einige Dinge zu erledigen die mir am Herzen liegen. Dann werde ich weiter sehen.
Die Wirklichkeit auszublenden und gleichzeitig im Auge zu behalten ist eine grosse Kunst. Ich liebe dieses Spiel mit fantastischen Welten, das in mir schlummernde Kräfte freisetzt und mich auch die Realität spielend bewältigen lässt.
Enstpannung ist angesagt. Mal sehen wie weit ich damit komme.